Bönen, 16.08.2020 Auch am dritten Spieltag gab es mannschaftlich für die ersten Herren keine Chance auf ein Erfolgserlebnis. Dennoch gab es zwei überraschende Siege.

 

Wieder einmal kamen die Aktiven auf der Anlage des TV Rot-Weiß Bönen mächtig ins Schwitzen. Vom Wetter her stand die Partie der letzten gegen Dorstfeld nur unwesentlich nach. Heiß liefen zu Beginn aber vor allem die Hausherren. Aufgrund der Tatsache, dass parallel auch die Herren 30 in einer höheren Liga spielten, mussten die Herren auf den Außenplätzen hinter dem Wald ran. Zuerst begannen die Positionen 1, 4 und 6. Ausschlaggebend war der Wunsch von Gerrit George, welcher sich in Erinnerung an die letzte Woche eine längere Pause zwischen Einzel und Doppel wünschte. Eine kluge Entscheidung, wie sich noch herausstellen sollte.

 

Gerrit hatte es mit dem starken Marvin Zimmermann (LK 13) zu tun, welcher den Oberadenern bereits aus vorangegangenen Duellen bekannt war und gegen den sich Gerrit nur wenig ausrechnen konnte. Erwartungsgemäß klar ging die Partie dann auch mit 6:1, 6:2 an den Bönener. An Position 4 spielte Toni Nowak. Auch sein Gegner war mit LK 18 vier Leistungsklassen höher bewertet, was sich auch im Spielverlauf ausdrückte. Toni kämpfte zwar, leistete sich aber zu viele Grundlinienfehler und verlor demnach mit demselben Ergebnis wie Gerrit. Der größte Coup des Tages gelang an Position 6 Tobias Scholz, welcher mit LK23 auch einen schlagbaren Gegner erwischte. Tobi spielte im Rahmen seiner Möglichkeiten, machte am Ende aber ein paar Fehler weniger als der Gegner und konnte nach drei Sätzen seinen ersten Sieg in der Herren-Kreisliga einfahren.

 

Anschließend kamen Hendrik Maaz, Leon Rohe und Lukas Suttrop auf die Plätze. Leon spielte dabei nicht eben gegen seinen Bruder, was man anhand der Identität der Nachnamen hätte vermuten können, aber doch gegen einen sechs LK höher bewerteten Gegner. Vereinzelte gute Rallys konnten letztendlich nicht über den deutlichen Endstand (1:6, 0:6) hinwegtäuschen. Lukas Suttrop hätte man auf dem Papier ebenfalls Chancen ausrechnen können, denn sein Gegner war wie er mit LK 22 bewertet. Auf dem Platz jedoch war es eine klare Angelegenheit (6:3, 6:0 für den Bönener). Spannend ging es an Position 2 zu. Im ersten Satz fand Hendrik jedoch nicht richtig rein und verlor ihn gegen seinen erst 14-jährigen Gegner glatt mit 1:6. Im zweiten Durchgang stellte Hendrik um und ging nun aggressiver in den Platz hinein. Auch von der Körpersprache her war es ein anderer Auftritt. Der Gegner ließ sich beeindrucken und Hendrik gewann mit 6:3. Im dritten Durchgang war bis zum 3:3 alles offen. Zwei Spielbälle zum 4:3 konnte Hendrik nicht nutzen und in den letzten beiden Spielen fehlte die Energie, um nochmal dagegenzuhalten.

 

Vor den Doppeln war die Begegnung also schon entschieden. Dennoch versuchte Oberaden, hier zumindest noch ein Spiel zu holen. Hendrik musste weg und so wurde David Hoffmann nachgeholt, welcher auf eigenen Wunsch in den Einzeln pausiert hatte. Eigentlich wollte man versuchen, im dritten Doppel mit David und Tobi einen Punkt zu holen, doch die Aufstellung der Bönener mit der Nummer 2 im dritten Doppel machte einen Strich durch diese Rechnung und so waren die Oberadener hier eher chancenlos. Ein ähnliches Schicksal ereilte Leon und Lukas im zweiten Doppel. Gegen LK 15 und LK 18 waren beide zwar unterlegen, holten aber immerhin vier Spiele beim 2:6, 2:6.

 

Das erste Doppel bot nun die beste Möglichkeit, denn neben Marvin Zimmermann spielte nur die Nummer fünf mit LK 22 auf der anderen Seite. Dennoch hätte man die Bönener favorisieren dürfen, doch Gerrit und Toni hielten dagegen, holten sich den ersten Satz im Tiebreak und konnten so trotz deutlichem zweiten den Matchtiebreak mit 11:9 gewinnen. Das Glück, was gegen Hamm noch fehlte (da verloren Gerrit und Raphael ebenso knapp im Matchtiebreak), war diesmal auf der Seite der Oberadener.

 

Somit schlug man sich am Ende mit zwei Siegen und einem weiteren engen Duell gegen den Tabellenführer doch achtbar, zumal mit Tim, David und Palle noch einige Stammspieler fehlten. Weiter geht es am nächsten Sonntag auf heimischer Anlage gegen Rhynern, welche ebenfalls noch ohne Punkt dastehen und zu schlagen sein sollten. Alle Vereinsmitglieder sind daher herzlich eingeladen, die Mannschaft tatkräftig zu unterstützen.